Am 31.01.1935 wird die 2 Zylinder – Zweitakt Motorspritze der G.A. Fischer abgenommen.

Als diese nicht mehr will, wird 1955 eine Metz TS 8/8 mit Anhänger für einen Treckerzug angeschafft.

1988 traf dann eine Ziegler-Pumpe ein, die bis zum heutigen Tage noch voll funktionstüchtig ist.

Das Goldstück der Freiwilligen Feuerwehr Wittkopsbostel ist und bleibt die „Emma“.

Seit 1952 im Dienst und seit 1987 in Wittkopsbostel ist der Oldtimer immer noch im Dienst.

Im Jahr 2009 wurde ein Opel Vivaro mit Magirus Aufbau in Auftrag gegeben, dieses Fahrzeug verfügt über einen Lichtmast und hat Platz für sechs Feuerwehrleute. Das Fahrzeug wurde am 15.02.2010 in Görlitz an Dieter Apel, Paola Willenbrock und Karheinz Meibohm übergeben und am 10.07.2010 war dann die offizielle Übergabe an die Ortswehr Wittkopsbostel.

Am 31. Januar 1935, wurde eine Zwei-Zylinder-Zweitakt Motorspritze der Firma G. A. Fischer geliefert. Die motivierten Feuerwehrleute waren in dieser Zeit nicht untätig gewesen. Sie hatten bereits ein Gerätehaus für ihr gutes Stück gebaut. Es steht noch heute neben dem Kühlhaus im Alten Dorf gegenüber vom Bauernhof Frick.

Am 12. November 1976, erfolgte die Grundsteinlegung für das neue Feuerwehrhaus im Kronskamp. In 3.300 freiwilligen Arbeitsstunden wurde es fertiggestellt. Viel Schweiß und persönlicher Einsatz stecken in dem Gebäude. So mancher hat noch so seine Erinnerungen an die vielen Wochenenden und Abende, an denen geschaufelt, gehämmert und gemauert wurde. Am 29. Oktober 1977 fand die Schlüsselübergabe statt.

Gestiegene gesetzliche Anforderungen machten im Jahr 2016 einen weiteren Anbau nötig. Das Feuerwehrhaus musste um einen Sozialtrakt mit Umkleideräumen, Duschen und Toiletten für die Einsatzkräfte und eine neue Fahrzeughalle für die Einsatzfahrzeuge erweitert werden.

Die Geschichte der Wittkopsbosteler Freiwilligen Feuerwehr begann mit einem Brand.

Es war am 29. September 1934: Bei Fritz Meinken in Wittkopsbostel Nr. 6 brannte die Scheune. Alle verfügbaren Männer rückten aus, um zu löschen. Denn wie überall in den kleinen Orten, in denen das Geld für die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr noch nicht reichte oder die Notwendigkeit zur Einrichtung einer gut ausgerüsteten Freiwilligen Feuerwehr noch nicht gesehen wurde, gab es Pflichtfeuerwehren.

Die Wittkopsbosteler Pflichtfeuerwehr war mit einer Handdruckspritze ausgerüstet, an der sechs Männer pumpen mussten. Bei dem Scheunenbrand bei Meinken erwies sie sich jedoch schnell als nicht ausreichend. Es wurde gepumpt und gepumpt. Viele Männer saßen zusätzlich auf dem Dach und schütteten eimerweise Wasser auf das Stroh. Andere schlugen mit Reiserbesen mit nassen Säcken, sogenannten Feuerpatschen, auf die Flammen ein. Doch es nützte nicht viel. Nur Dank der schnellen und effektiven Hilfe der damals schon existierenden Freiwilligen Feuerwehren aus Westervesede und Scheeßel, die mit Motorspritzen ausgerüstet waren, konnte verhindert werden, dass die Flammen auf umstehende strohgedeckte Wohnhäuser übergriffen.

So konnte eine Katastrophe verhindert werden. Und die Bewohner von Wittkopsbostel hatten ein sehr handfestes Argument gegenüber der Politik, warum auch sie eine eigene Freiwillige Feuerwehr im Ort benötigten. Man war sich einig: Auch Wittkopsbostel brauchte eine Wehr, die ihre Bewohner im Brandfall aus eigener Kraft und mit eigener Ausrüstung effektiv schützen konnte.

Bereits knappe sechs Wochen nach dem Brand bei Meinken wurde dann die Freiwillige Feuerwehr Wittkopsbostel gegründet. Der Gemeindevorsteher Hinrich Schröder hatte zur Versammlung eingeladen. Das war am 8. November 1934. An diesem Abend erklärten 37 Personen ihren Beitritt in die Feuerwehr durch Unterschrift unter ein Dokument. Zum ersten Führer wurde Heinrich Dodenhoff gewählt.

Zwei Monate später, am 31. Januar 1935, wurde eine Zwei-Zylinder-Zweitakt Motorspritze der Firma G. A. Fischer geliefert. Die motivierten Feuerwehrleute waren in dieser Zeit nicht untätig gewesen. Sie hatten bereits ein Gerätehaus für ihr gutes Stück gebaut. Es steht noch heute neben dem Kühlhaus im Alten Dorf gegenüber vom Bauernhof Frick.

Für die alte Handdruckspritze gab es indes auch noch Verwendung. Sie kam nach Oldenhöfen. Dort stand sie für den Notfall zur ersten Brandbekämpfung bereit. Weil sie inzwischen spurlos verschwunden ist, gibt es die Vermutung, dass sie im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen worden sein könnte.

Die Motorspritze tat 20 Jahre lang gute Dienste. Sie überstand die Wirren des Zweiten Weltkriegs und wurde zunächst mit Pferden gezogen, später mit einem Traktor. Sie löschte in der Nachkriegszeit die Brände und erlebte auch die Anfänge des Wirtschaftwunders noch mit. Doch dann ging sie 1955 kaputt und ließ sich nicht mehr reparieren. Sie wurde ersetzt durch eine Metz TS 8/8 mit einem Anhänger für den Traktor. 1988 gab es dann noch einmal eine neue Pumpe – eine Ziegler-Pumpe.

Technische Verbesserungen gab es nicht nur bei den Löschfahrzeugen. Auch die Kommunikation ist in den 75 Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr Wittkopsbostel effektiver geworden. Zunächst war es lange Zeit ein Feuerhorn, mit dem jemand durch das Dorf radelte, um alle Feuerwehrmänner zu informieren, dass es brennt. Nach dem Krieg war es zunächst Johann Willenbrock, der im Ernstfall mit dem Fahrrad laut blasend durch das Dorf gerast ist. Zuletzt hatte Helmut Schlobohm aus dem Alten Dorf dieses Amt inne. Doch möglicherweise hatte Oldenhöfen eine Zeit lang seinen eigenen Feuerhorn-Ausrufer. Denn heute lagern zwei alte Feuerhörner der Freiwilligen Feuerwehr Wittkopsbostel in guten Händen bei treuen Mitgliedern: Heinrich Meyer und Walter Heitmann.
 

Unsere Ortsbrandmeister:

  • 1934 – 1937: Heinrich Dodenhoff
  • 1937 – 1941: Adolf Lüdemann
  • 1941 – 1944: Johann Frick
  • 1944 – 1948: Johann Brammerloh sen.
  • 1948 – 1974: Johann Brammerloh jun.
  • 1974 – 1998: Heinrich Meyer
  • 1998 bis heute: Karlheinz Meibohm
Nach oben